Algarve – Alvor – Monchique – Benagil – Algarve

Algarve – Alvor – Monchique – Benagil – Algarve

Jetzt sind wir tatsächlich schon mehr als 11 Tage hier am Campingplatz!! Einsamer Rekord für uns 🙂 und wir geben Wim recht. Der philosophische Holländer, den wir in El Puerto de Santa Maria in Spanien getroffen haben, hat uns davor gewarnt, länger als 7 Tage an einem Platz zu bleiben – zwecks Gewohnheit und Bequemlichkeit. Doch wir sind ja wegen diverser Unfälle entschuldigt und es gefällt uns weiterhin sehr gut hier. Außerdem sind unsere spanischen Nachbarn wunderbar , wir haben viel Spaß– Amaya (die Mutter) spricht konsequent Spanisch mit uns, versteht jedoch alles. Wir teilen täglich unsere Fotos und auch Pizza, Pflaumen, Wein und Mandelbrezen.

Beim ersten portugiesischen Regen teilen wir auch unsere Markise, Erdnüsse und Tremocos bei einem lustigen UNO – Spiel. Man mixe bairische, spanische und tansanische UNO – Regeln und der Spaß ist grandios :-)) Übrigens gibt es ja ein fünftes Familienmitglied: Nieve, eine kleine weiße Hündin, die deshalb auch so heißt: Nieve heißt auf Spanisch Schnee 🙂 Weil sie viel bellen muss, wird sie auch oft gerufen. Nieve hört sich auf Bairisch fast wie Nebel an 🙂 So haben wir hier an der Algarve viel Schnee und Nebel!

Hier genießen wir auch ausgiebig unsere neue (europäische) Hängematte:

Schweiz: bei Bea und Jonas aus Bern entdeckt

Frankreich: auf dem Campingplatz in der Camargue (Le Grau-du-Roi)

Spanien: beim Decathlon in Huelva (zusammen mit dem Rad) eingekauft

Portugal: endlich genutzt

Bayern: die Schnellsten sind wir nicht, doch immerhin 🙂

Achja, und Alvor gehört ja auch noch entdeckt. Hier gibts ja einen unendlichen Sandstrand (den wir schon kennen) mit einer felsigen Küste im Osten. Diese entdecke ich am Samstag alleine, denn Franz schont seine Wunden lieber noch. Es ist ein laaaaanger Fußmarsch vom Campingplatz zur Felsküste, doch es ist es definitiv wert. Die Felsen und Nischen und Grotten – soo schön! Und das Wasser erfrischend 🙂 Es gibt hier Aschenbecher to go – eine tolle Einrichtung!

Apropos Grotten: Am Hafen von Alvor werden viele Bootstouren angeboten, die dann in Portimao starten. Beim Holländer Robert entscheiden wir uns für eine 6stündige Tour mit Ophelia Cruises. Mit einem Katamaran fahren wir die traumhafte Küste ostwärts (an „unserem“ Strand Caneiros vorbei) bis zu den Grotten von Benagil und werden dort in ein kleines Beiboot umgeladen. In Benagil sehen wir fast mehr Touris als Grotte – das ist ein absoluter Hotspot (Franz vergleicht es gleich wieder mit dem Oktoberfest) – trotzdem sehr sehr schön! Unser Skipper Luis bringt uns auch noch in die Grotten „Kathedrale“, „Garage“, „Swimmingpool“, „Halbmond“ und „Eyes of God“. Schon sehr beeindruckend, diese Naturschönheit hier. Viel Spaß beim Genießen!

Anschließend gibt es an einem Privatstrand Barbeque für uns. Sonnenschirme sind aufgestellt und für Franz, der das erste Mal seit einer Woche wieder Salzwasser + Sand ausprobiert, stellt die aufmerksame Crew sogar einen Plastikstuhl zur Verfügung. Er will zwar kein alter Mann sein, doch beim Genuss von Würstchen, Hähnchen, Sardinen, Salat und Chips, als Nachspeise Wassermelone nimmt er den Stuhl gern in Anspruch :-). Das Wasser ist definitiv kälter geworden, doch noch gut schwimmbar 🙂 Es fühlt sich wie so ein richtiger Urlaubstag an – voller Spaß, Genuss und Leben! Wir lernen Ryan und seine Töchter Eva und Anna kennen und verabreden uns für ein Date in Irland. Wir genießen es schon sehr, mit den unterschiedlichsten Leuten in Kontakt zu kommen.

Ein Beispiel dafür ist ein Campingplatz-Nachbar aus Litauen, der schon länger in Portugal lebt und etwas Deutsch kann. Er singt gleich „Oh Tannenbaum“ 🙂 Von ihm bekommen wir auch ein paar Reisetipps. Oder das französische Rentnerpaar, das mit dem Fahrrad samt Zelt hier ist. Sie starteten 2019 eine Weltreise mit dem Fahrrad und wurden nach 9 Monaten in Peru von Corona gestoppt. Sehr faszinierend – dagegen ist unsere Tour ja sehr luxuriös und unaufregend!

Dazwischen gönnen wir uns auch mal einen Tag in den Bergen, in Foia – dem höchsten Punkt der Algarve (902 m) und in Monchique. Eine herrliche Aussicht erwartet uns und viele Funktürme und Kuhfladen auf grünen Wiesen. Ganz oben treffen wir eine Münchnerin, die schon lange in Italien lebt 🙂 Unzählige Korkeichen wachsen hier (und erinnern uns an Sardinien…).

Ja und das Highlight des Tages ist zweifelsohne die Casa Alexandre auf dem Rückweg ins Tal mit seinem Besitzer Manuel Alexandre. Er fertigt tolle Holz-Klappstühle, die wir leider aus Platzgründen nicht mitnehmen können. In seiner Casa gibt es auch alle möglichen und unmöglichen regionalen Souvenirs zu. Die Chance nutzen wir, um Aguardente de Medronho kaufen, also einen Schnaps aus den Früchten des Erdbeerbaums. Diesen Schnaps hat Franz am allerersten portugiesischen Abend mit Bernd und Veruschka kennengelernt. Weil die Flasche ja in unsere Zebra-Bar passen soll, checkt Franz das erst (und lässt mich als Pfand da 🙂 Die dritte Flasche passt schließlich und wir machen gleich noch eine Führung im Zebrant für den Chef. Dieser ist sehr beeindruckt – und er ist schließlich vom Fach! Er spendiert uns noch einen Schnaps, mir einen Melosa = Likör aus Medronho mit Honig, Zitronen und Zimt – sehr gut. Doch weil dies von einer Freundin selbstgemacht ist, kann er uns den Likör nicht verkaufen. Doch Lucia ist grad auch hier und bringt kurzerhand eine neue Flasche 🙂 Inzwischen bestaunen wir die Banknoten-Sammlung von Manuel Alexandre und unterhalten uns über Kuba.

Auf der Rückfahrt bestaunen wir wieder einmal die vielen Störche entlang der Straße. Diesmal fasziniert uns am meisten, wie sie zu fünft in den Bäumen sitzen und nach einem Flug dort sehr elegant laden.

4 Gedanken zu „Algarve – Alvor – Monchique – Benagil – Algarve

  1. Hey Martina,
    ich hab ein neues Lieblings Foto:
    Dich im Sprung grandios getroffen von Franz!!!
    Ganz liebe Grüße euch beiden – herzlichst Manuela

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