Samstag, 23.9. von Polignano nach Alberobello 42km

Samstag, 23.9. von Polignano nach Alberobello 42km

Das Morgenbad bei Sonnenaufgang ist toll, dass unser Bordbatterie wieder leer ist, das weniger.

Gegen 9 Uhr kommt unser Besuch von gestern wieder er in gleichem Outfit. Er holt sein Handy, lächelt und bedankt sich. Es war ja auch ein teures Samsung-Handy.

Das nächste Event ist dann wieder ein älterer Mann, diesmal mit Auto samt Frau und Obst und Gemüse aus seinem Garten auf dem Rücksitz und im Kofferraum. Wir kaufen neben Bohnen, Tomaten und Nektarinen auch Eier und Mandeln. Das Interessanteste für uns sind die Barattiere – eine apulische Spezialität = Mischung aus Gurke und Melone – sehr köstlich!

Gegen Mittag sind wir dann abgereist. Wir wollen zu den Grotten von Castellana. Das ist nur 18 km weit weg. Hier ist alles ganz anders, als beim letzten Mal. Das war vor fast 40 Jahren. Jetzt ist hier touristisch alles voll erschlossen. Fast ein kleiner Alptraum. Und weil die englische Führung erst um 15:45 Uhr ist, wollen wir hier nicht warten.
Nächstes Ziel: Alberobello, hier ist das Zentrum der Trullis. Diese Rundbauten aus Kalksteinplatten sehen wirklich witzig aus. Und hier gibt es sogar zwei offene Campingplätze. Wir wählen den kleineren, der hat „nix“ außer WC, Dusche und Strom. Doch der ist näher beim Trulli-Zentrum.

Am Campingplatz sind viele Deutsche. Die Ravensburger neben uns wollen zu Fuß hingehen. Weil das am Abend toll erleuchtet ist. Abstand vom Campingplatz ist laut Prospekt 800m oder für die Engländer 0,5 Miles. Im Reiseführer steht: 1km, aber beim Herfahren ist es mir viel weiter vorgekommen. Darum nehmen wir das Fahrrad. Der Tacho zeigt 2,5km Abstand zur Touristenmeile. Hier ist es fast wie auf den Ramblas in Barcelona. Ganz unten ist jedes Haus ein Shop, Eisdiele, Pub oder ein Restaurant. Je weiter oben, umso normaler wirkt alles. Einige Trullis sind auch bewohnt. Um 20 Uhr ist es hier jetzt schon total finster. Nach einem Drink gehts heim. Die Wolken am Himmel und das aufziehende Gewitter motivieren zum „schnell-bergauf-Radeln“. Wir kommen fast noch ganz trocken heim, aber dann gehts richtig los: Sturm, Regen, Blitz und Donner direkt über uns. Ich lese noch ein wenig draußen unter der Markise, Tina im Bett. Aber zum Einschlafen ist alles wieder ruhig, nur ein leiser Regen ist noch zu hören 🙂

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