Abenteuer Offroad

Abenteuer Offroad

Wir haben ein abenteuerliches Wochenende hinter uns! Erst fing es ja noch ganz geruhsam an – am Samstag das Wachwerden beim Friedhof in Guspini, bevor wir uns auf den Weg nach Montevecchio machen, ins Besucherbergwerk. Das entsprechende Schild entdeckten wir abends vorher auf dem Weg in die Stadt… und einer von uns zwei meldete da Interesse an 🙂

Erstmal haben wir viel Glück, denn das Museum hat nur Samstag und Sonntag geöffnet und ja, es ist Samstag! Wir kommen um 10:45 Uhr beim „Office“ an und schon um 11 Uhr ist die nächste Führung durch Miniera Montevecchio. Also ein Frühstück im Zebrant im Stehen, Brot und Salami und Banane.

Von Silvia werden wir zu zehnt (4x Frankreich, 2x Schweiz, 2x Italien und 2x Wampeltsham) durch das einst größte Bergwerk Italiens geführt. 1991 machte der letzte Schacht dicht – zu unwirtschaftlich wurde es hier. Blei und Zink waren viel in den Minen, aber die Förderung nach oben und der Transport zur Weiterverarbeitung war hier zu teuer. Wir sehen auch die Werkstätten und die Wohnungen der Arbeiter. Franz hätte gern noch ausführlichere technische Infos erhalten – für mich hat es gut gepasst 🙂 Zum Abschluss geht es noch mit Helm und Taschenlampe ausgestattet in einen Stollen – spannend und interessant. Für alles waren wir 3 Stunden unterwegs!

Unsere nächste Station ist Piscinas an der Costa Verde – da muss man hin, sagen alle!

Also gehts über die Berge Richtung Meer und in Gutturu e Fluminisehen wir zwei weiße WoMos direkt am Meer stehen, so zwischen Sand-Buckelpisten. Natürlich will der Zebrant da auch hin – schließlich hat Wilfried aus Innsbruck bei unserer Jungfernfahrt 2012 nach Griechenland gesagt, dass wir mit dem überall hinfahren können 🙂 Etwas holprig gehts runter – doch schön ist es – und windig und wellig.

Nach einer ausgiebigen Mahlzeit spazieren wir am Strand und siehe da – ein Filmteam macht Aufnahmen mit zwei E-Bikern: Werbung fĂĽr das Rad (Lucky Explorer – noch nicht auf dem Markt!), die Ortschaft, ein zukĂĽnftiges Urlaubs-Outdoor-Event und Sardinien. Also Werbung fĂĽr 4 Dinge gleichzeitig :-))

Als wir drei Stunden später wieder rauffahren wollen, gelingt das nur mit Vollgas und einer gehörigen Portion Adrenalin. Puh, keine Ahnung, was ob und was jetzt in und unterm unserm Fahrzeug alles kaputt ist. Doch tatsächlich ist nur ein Teil unserer Kleidung runtergeflogen. Ansonsten ist wohl alles intakt – wir beschließen, dass wir da nicht mehr runterfahren, dafür auf dem Parkplatz an der Straße stehenblieben (wo die Bar gleich in der Nähe ist… Bar Maestrale – passend grad zum Wind hier!)

Am nächsten Tag wollen wir dann endlich nach Piscinas. Wir wissen schon, dass die letzten Kilometer unbefestigte Straßen sind. Durch die erste Furt gehts auch noch problemlos, doch der Zebrant bzw. der Fahrer scheut an der zweiten Furt. Die Ebersberger fahren zwar mit dem Motorrad durch und wir überlegen gemeinsam… und treten dann doch den Rückweg an und fahren wieder über die Berge nach Osten – diesmal eine noch kleinere Straße – doch ohne Gegenverkehr, also überhaupt ohne Verkehr! Bei Arbus steht wieder ein Wegweiser nach Piscinas – also probieren wir es noch einmal. Nachdem wir bei Ingurtosu ein verfallenes Bergwerk passieren, endet die Teerstraße. Es geht dann weitere fünf Kilometer über Stock und Stein Richtung Meer, diesmal ohne Furt aber mit zum Teil viel Sand.

Und tataa – irgendwo im Nirgendwo ist ein Parkplatz mit Autos und Wohnmobilen und einem kleinen Kiosk und einem noch geschlossenen Hotel.

Eine wunderbare Dünenlandschaft samt Sandstrand, Wind und Wellen – und herrlichem Sonnenschein!

Wir wandern den laaaangen Strand entlang und irgendwann erwischt mich eine Welle aber so richtig – meine Jeans ist patschnass!

Trotzdem wandern wir noch in den Dünen rum – es ist zu schön hier! Franz war es zum Übernachten zu kalt und etwas zu einsam, also sind wir wieder zurück und stehen nun etwas südlicher am Capo Pecora – da sind immerhin sechs Wohnmobile + Zebrant. Allesamt aus D – einer aus CH. Überhaupt sind sehr sehr viele Schweizer hier auf Sardinien unterwegs.

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