Geisterstadt mit tollen Gesprächen – mitten in der Basilikata
Donnerstag, 5. Oktober: Lido di Metaponto – Craco Peschiera = 67km

Um 9 Uhr haben wir ein bairisch-österreichisches Frühstücks-Date beim Figlio unserer Wirtschaft von gestern Abend in der Pasticceria nebenan. Zuvor genießen wir den Sonnenaufgang vom Zebrant aus, gehen noch schwimmen und spülen unser Geschirr, so dass der Zebrant auch vorzeigbar ist. Nach Cappucchino und Dolce (sogar Schaumrollen gibt es hier) besichtigen wir Bastis VW-Bus und dann unseren Zebrant. Sehr lustig ist es wieder miteinander – wir hoffen, dass wir uns im Airbräu oder in Rosenheim oder am Chiemsee mal treffen. Mit manchen Urlaubsbekanntschaften bleibt es ja einmalig, doch an anderen bleibt man hängen 🙂



Die Vier setzen ihre Reise in die verschiedenen Richtungen fort und wir bleiben noch ein wenig am Strand vom Pythagoras: Spaziergang, am Laptop arbeiten, Schwimmen (ganz spooky: mit sechs tieffliegenden Kampf-Hubschraubern!!!)… und weil das alles hungrig macht, besuchen wir um halb zwei die gestrige Wirtschaft von Giuseppe und Maria. Die beiden sind schon einmalig. Er ist 82 Jahre alt und kocht, sie ist für die Finanzen zuständig, sagt sie. Mittagspause brauchen sie nicht… Gut gestärkt gehts dann los Richtung Berge.




Von Basti und Angelika haben wir einen Tipp bekommen: Craco, die Geisterstadt – verlassen in den 60er Jahren nach Erdrutschen, weil die Installateure gepfuscht hatten. Schon alleine die Fahrt dorthin ist grandios, die wunderbare Landschaft kann auf Fotos gar nicht eingefangen werden. Auf dem Weg halten wir bei einer Wein – Plantage. So riesige Trauben haben wir noch nie gesehen! Wieviel Dünger da wohl dran ist?? Sie schmecken auf jeden Fall wie wässrige Kirschen – und das Anfang Oktober…



Doch zurück zu Craco: Es geht hoch hinauf und die Aussicht wird immer atemberaubender. Die Stadt kann nur mit einer Führung (mit Bauhelmen) besichtigt werden. Um 17 Uhr ist die letzte Führung des Tages, wir kommen um 16.45 Uhr an – just in time! 11 Euro kostet der Eintritt pro Nase und zusammen mit je einem Pärchen aus Holland und Spanien führt uns Francesco eine Stunde lang durch die Stadt. Craco diente auch schon als Filmkulisse für „Die Passion Christi“ von Mel Gibson oder „James Bond – Ein Quantum Trost“. Die Führung für die Spanier ist Italienisch. Wir anderen haben einen Online-Guide, der uns durch die verschiedenen Stationen führt. Sehr sehr beeindruckend und spooky ist es hier. Um 18 Uhr werden die Tore hinter uns geschlossen und die Vögel erobern sich die Stadt zurück. Wir ratschen noch fast eine Stunde mit Luna und Bas aus Breda (NL) und schauen auch wieder gegenseitig unsere Fahrzeuge an. Dann ist die Sonne schon weg und wir beschließen, nicht mehr (wie ursprünglich geplant) ans Meer zu fahren, sondern in Craco Peschiera zu bleiben. Dorthin wurden die Einwohner umgesiedelt und beim Vorbeifahren hatten wir eine Bar entdeckt.













So richtig viel los ist hier im Dorf nicht, doch wir finden einen Parkplatz und gute Unterhaltung in der Bar. Francesco (wieder einer :-)) bittet uns zu sich an den Tisch und erklärt uns in perfektem Italienisch die Welt 🙂 Er ist derselbe Jahrgang wie Franz und hat an Heiligabend Geburtstag. Als Kind hat er in Craco gewohnt. Auf dem Flyer zeigt er uns sein Haus. Salvatore Antonio kommt dann hinzu und wir bekommen Reise-Tipps und Fotos der Familien gezeigt. Francesco muss am nächsten Tag um 5 Uhr eine Tour nach Mailand fahren und so löst sich unser Stammtisch auf – gut, dass ich immer mehr Italienisch verstehe. Babbel sei Dank!




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Ein Gedanke zu „Geisterstadt mit tollen Gesprächen – mitten in der Basilikata“
Liebe Tina, lieber Franz,
wir können euch beipflichten- „lustig war’s“. Wir sind über’s Cilento und Saturnia jetzt bis nach Ferrara vorgedrungen. Heute geht’s ab nach Hause.
Unser Bus stinkt immer noch nach Schwefel von Saturnia. Alles Liebe und allzeit Glück und Frieden auf euren Wegen.
Rosmarie und Gerhard