Heiß – heißer – Südwest-Spanien
Schon auf der Fahrt nach Jerez haben wir gespürt, dass die Sonne deutlich stärker geworden ist. Schattenplätze für die Pausen sind nun sehr begehrt und den Nachmittag verbringen wir in klimatisierten Geschäften :-))
In El Rocio kommen wir gegen 18 Uhr an und es ist heiß! Doch sehr sehenswert – weil ganz anders, als alles, was wir bisher gesehen haben. Die Straßen sind nicht geteert, alles ist voller Sand und jeder fährt so, wie er meint. Es sind auch Reiter und Kutschen unterwegs. Die weißen Häuser mit den schönen Aufbauten, die große Kirche (wo grad eine Hochzeitsgesellschaft rauskommt), die Lagune mit vielen Pferden und Vögeln… Doch irgendwie wirkt das Dorf auch ausgestorben, ein paar Touristen sind unterwegs, doch sonst….


Weil wir situationsorientiert, zeitnah und spontan sind und sein können, beschließen wir bei einem Drink, den hiesigen Campingplatz aufzusuchen. Dort genießen wir den Pool und den Schatten vorm Zebrant. Es bleibt noch lange lange warm, so dass wir Nachtarbeit machen können.


Am nächsten Tag erkunden wir den großen Wallfahrtsort näher. An Pfingsten kommen eine Million Pilger her !! Viele der verschlossenen Häuser gehören Bruderschaften, die dann kurz hier wohnen. Die Heilige Jungfrau von Rocio – Blanca Paloma – wird hier verehrt und es fühlt sich ein wenig wie Altötting an. Es kommen auch am Samstag junge Mädchen pilgernd in der Kirche an und weinen ein wenig… Dann gibt es viele Souvenirs – weltlich und christlich – und die Kapelle, wo die Kerzen aufgestellt und abgebrannt werden. Sowas haben wir auch noch nicht gesehen…







Auf dem Weg erleben wir zwei Autos, die im Sand steckenbleiben und nur mit Hilfe wieder rauskommen. Deshalb gibts ja viele Pferde hier und auch Geländewägen…



Genug Tourismus für heute – die Geschäfte machen Siesta und wir fahren wieder an die Küste.
In Matalascanas sind die Parkplätze gesteckt voll (doch da wollten wir ja eh nicht hin) und wir fahren weiter durch den Nationalpark Coto de Donana. Doch wo man parken kann, geht man weit zum Strand. Auch der Campingplatz sagt uns nicht zu und woanders sperrt die Polizei den vollen Parkplatz schon ab. Also gehts weiter bis nach Mazagon, wo es am Samstag Nachmittag auch nix gibt. Deshalb entscheiden wir uns für einen schattigen Parkplatz, auch fast 1 km zum Meer, doch da muss man ja nicht gleich hin 🙂 Der Zebrant ist rundum offen und wir genießen den Schatten – so gehts doch 🙂 Einen deutschen Aussteiger samt Hund treffen wir auch – er hat jetzt hier eine Finca. Gegen 21 Uhr finden wir auch in Mazagon einen Parkplatz und das Meer ist auch abends noch wunderbar. Wir fühlen uns wie im Erdinger Thermen-Wellenbad 🙂 Sogar eine Stranddusche finden wir und ein Lokal. Die Fischgerichte im Camarinas sind schon sauguad hier und es gibt zum Schluss noch einen Schnaps „Ruja“ (schmeckt wie Baileys).





Weil es am Sonntag noch heißer wird (40 Grad), bleiben wir, wo wir sind. Strand – Schatten – Liege – Meer – viel Trinken – wenig Essen – Schlafen – Lesen und alles wieder von vorn. Von 8.30 – 20.30 Uhr genießen wir einen faulen Strandtag – sowas hatten wir im Urlaub eh noch nicht. Der Strand ist voller bunter Sonnenschirme und Spanier. Wir hören weder Deutsch noch Englisch und es ist herrlich. Wir kommen und gehen bei Flut, dazwischen ist mal viel Ebbe :-)) Ein Foto gibts nur vom Morgen, als wir noch mit den Anglern alleine am Strand sind!

Doch ein Strandtag genügt uns, also gehts nach einer ruhigen Nacht weiter – denken wir :-)) Doch montags sind ja die meisten Museen geschlossen, also auch das mit den Nachbauten der Schiffe von Kolumbus… Zumindest genießen wir vorher noch die Häfen von Mazagon und Huelva mit viel Industrie. Dort finden wir auch ein kleines Lokal, wo wir „frühstücken“ und die Arbeiter der umliegenden Firmen schon zur Mittagspause kommen. Sehr männerlastig mal wieder 🙂









Schattige Siesta und klimatisiertes Shopping ist nun angesagt: Vom Aussteiger wissen wir, dass es in Huelva einen Decathlon gibt, der auch findbar ist und riesengroß! Ja und er hat tatsächlich ein neues Rad für Franz – schön, dass wir wieder mobil sind. Wir sind ja nicht die Sport-Radler, doch es ist schon oft ein praktisches Fortbewegungsmittel. Das Centro Comercial Holea ist die nächste Shopping-Station. Wegen rebajas (Schlussverkauf) ist viel los – bis 22 Uhr ist offen, doch wir beenden unseren Tag schon früher wieder auf unserem Strand-Parkplatz in Mazagon, um dem Schiffsmuseum eine zweite Chance zu geben :-)) Im Lokal gegenüber genießen wir noch eine Kleinigkeit und staunen wieder darüber, dass die spanischen Familien erst um 23 Uhr zum Essen gehen. Doch wie in Deutschland auch, sitzen hier alle Kinder (ob klein oder groß) mit dem Handy am Tisch. Manches ist anders, manches gleich. Wir schauen mal, ob wir noch in Spanien bleiben oder schon bald wieder eine Grenzüberfahrt machen.






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