Verschollen in Alvor – nicht mehr so ganz freiwillig!
Unfreiwillig verschollen zwecks Unfall 1 + 2
Wir planen schon die Abreise für den nächsten Tag, als Franz vom Rad stürzt. Nicht offroad oder irgendwo, sondern downhill auf dem Campingplatz, kurz vor der Poolbar: bisserl abwärts, bisserl Schotter, Wind weht Hut weg, Hut festhalten, bremsen (Bremse vom neuen Rad reagiert anders) und schon liegt er. Für einen Mann war das alles zuviel



Die Erstversorgung übernehme ich mit einem jungen Mann, der den Pool bewacht. Schürfwunden von Kopf bis zu den Zehen und ein abgebrochener Zahn. Sonst ist alles gut – auch dem Radl fehlt fast nix… Im Schatten liegen hilft schon mal und auch eine kleine Mahlzeit geht schon bald wieder. Wir finden eine Zahnarztpraxis in Alvor, wo Franz am nächsten Morgen einen Termin bekommt.


Das klappt alles gut und wunderbar und ist auch sehr bezahlbar. Als wir jedoch wieder zum Zebrant kommen, finden wir unseren Fahrradständer demoliert vor. (Unsere Räder stehen ja am Campingplatz.) Doch die Holzkonstruktion von Franz hat wohl ein vorbeifahrendes Auto übersehen und gerammt. Ein paar Holzteile liegen am Boden… und die Trägerstange ist verbogen und die Leiter auch – ohje! Dass bei der Demontage auch noch ein Hammer kaputtgeht, ist zu vernachlässigen.
Unser nächstes Projekt ist also dreigeteilt:
* Schreinerei finden
* VA-Rohr finden
* Aluminium-Schweißer finden






Wer kennt aus Asterix „Das Haus, das Verrückte macht“? So ähnlich ergeht es uns die folgenden Stunden, als wir in Portimao an mindestens 15 Stationen nach dem Passierschein A 38, äh nach den obigen Punkten fragen….
Die Rezeption vom Campingplatz schickt uns zu Maxmat (Baumarkt)
Ein Mitarbeiter schickt uns zur Carpintaria Mario Silva
Auf dem Weg dorthin sieht Franz eine Firma, die irgendwas mit Aluminium macht
Der Chef schickt uns in ein Gewerbegebiet, wo bestimmt jemand Aluminium schweißen kann
Werkstatt 1 schickt uns zu Jomal (doch Franz will erst noch bei den Nachbarn fragen)
Werkstatt 2 schickt uns zu Pepinel
Werkstatt 3 sagt, wir sollen gegenüber fragen
Werkstatt gegenüber schickt uns zu den Nachbarn
Wir sind wieder bei Werkstatt 1 – da bekommen wir unser gewünschtes Rohr!!! (halt nicht in VA und nicht entgratet und nicht gerade geschnitten – doch selbst ist der Mann!)



Daneben ist eine Schreinerei, doch die haben zuviel Arbeit und keine Zeit für uns.
Also doch die Schreinerei Mario Silva aufsuchen – die haben auch keine Zeit und schicken uns zu einer nächsten Schreinerei
Diese finden wir nicht, jedoch einen sehr rustikalen Baumarkt und da werden wir wieder woanders hingeschickt
Dort gibt es jedoch nur Fliesen und Stein – und mal keinen neuen Tipp!
Also fahren wir jetzt mal zu „Jomal“ zwecks Schweißen und tataa – wir lassen unsere Leiter da und morgen wird geschweißt!!


Dann wollen wir es für heute gut sein lassen und nach Hause fahren. (Schließlich ist Franz ja noch voll der Patient…) Doch da entdecke ich ein Carpentaria – Schild und wir finden Meister Eder.



Joaquim ist ein älterer gemütlicher Schreiner, der sehr gut Portugiesisch spricht und Franz’ Konstruktion a bisserl windig findet. Mit Händen und Füßen und einer Übersetzungs-App können wir uns etwas verständigen und schließlich habe ich mit Elena, einer ehemaligen Kollegin aus Brasilien noch einen Trumpf im Ärmel. Also – übermorgen hat er Zeit und baut uns das Teil neu!
Wir berichten weiter, ob die Handwerker hier schneller als in Bayern sind!
Soo gut, dass wir Zeit haben und uns der Campingplatz und Alvor so gut gefallen!
Und nach diesem Tag sind wir fertig – es hat ja doch 30 Grad oder mehr und es war keine Zeit für Siesta :-))


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Ein Kommentar zu „Verschollen in Alvor – nicht mehr so ganz freiwillig!“
Oije da machst was mit aber es geht ja immer weiter.Euch wirts einfach nicht langweilig.