Samstag Abend, 18:30 (jetzt)
Wir parken 20m über dem Meer, der Blick nach Westen zum Meer ist frei, weil das Hotel und der Strand einfach unter uns sind. Neben uns eine kleine Bar für den Sundowner.



Naja, hoffentlich! Nein ich hab keine Angst, dass wir von der Polizei von dem Parkplatz vertrieben werden, auch wenn das Parken für Wohnmobile (wie fast immer) verboten ist. Hinter uns, also im Osten, ist die Serra de Sintra mit dem Palacio Nacional. Und da ist der Himmel wolkig und grau. Mal schauen, was heute schneller ist: Der Sonnenuntergang über dem Meer oder die Wolken, die ihn verstecken.
Egal, das ist heute die erste Nacht an der Westküste, wo wir direkt vom Zebrant aufs Meer schauen.
Was vorher geschah:
Mittwoch vor drei Tagen: Wir brechen vom Campingplatz in Alvor auf. Ganz pünktlich zur Checkout-Time um 17:00 Uhr. Für die geplante Tagesetappe, 80 km nach Sagres, ist das aber früh genug. Unterwegs will Tina noch die Grotten und Felsen von Ponta da Piedade anschauen. Ich nicht, das Loch in meinem rechten Fuß vom Fahrradunfall mag weder Sand noch das viele Gehen gern. Von unserem Parkplatz gehen wir zusammen den befestigten Fußweg oberhalb der Klippen bis zu einem Aussichtspunkt mit Bar. Hier trennen sich unsere Wege… für eine Stunde, aber dann geht’s wieder gemeinsam zurück zum Zebrant, und dann weiter nach Westen.






Als dann der Hunger kommt, ist das Restaurant finden gar nicht so leicht. Da wo es uns gefallen würde, gibt’s entweder keinen Parkplatz oder nix mehr zu essen, weil die Küche schon leergegessen ist. Letzte Rettung ist dann Salema, ein totales Touristendorf. Hier gibts schöne Autos und viele Katzen. Die Restaurants preislich entsprechend. Oki wir haben gut gegessen und weil es schon so spät war dann amitten in dem Dorf am zentralen Platz am Strand geschlafen. Schön wars.



Donnerstag 20.7. Wir sind am „Ende der Welt“. Naja, also am Süd-West-Eck von Europa, in Sagres. An der Südspitze ist das Fort von Sagres und an der Westspitze der Leuchtturm von Cabo de Sao Vicente.









Hier gibt’s auch die „Letzte Bratwurst vor Amerika“. Ein deutsches Pärchen betreibt hier seit 27 Jahren einen Wurststand, auf dem echt deutsche Bratwürste in der Semmel verkauft werden. Und dahinter nur Meer, bis Amerika… irgendwie schon beeindruckend.



Ich war vor 20 Jahren schon mal hier ganz im Westen. Ich bin damals von Faro aus alleine mit dem Fahrrad unterwegs gewesen. Dass die für mich ein Denkmal gemacht haben, hab ich erst jetzt gesehen. Vielleicht ist beim nächstenmal hier auch ein Denkmal von unserem Zebrant hier.



Und es gibt hier eine eigene Banknote:

Unseren Plan, an der Westküste in Zambujera de Mar zu schlafen, geben wir auf, nachdem wir das Dorf gesehen haben. Hier ist nix gemütlich und portugiesisch, alles voller Touristen. Auf dem Weg dorthin haben wir die Ortschaft Teotonio gesehen, dahin fahren wir zurück. Hinter der Markthalle ist ein freier Platz, der ist wundervoll zum Bleiben über Nacht. Eine kleine indische Bar hat ein leckeres Abendessen und der ganze Ort ist festlich dekoriert. Egal, wir reisen am Freitag früh nach einem Kaffee in Bar1 ab.



Wir wollen die nächste Nacht am Fluss Sado bleiben, um dann am Samstag Lissabon erreichen. Also geht die geplante Tagesetappe heute bis Comporta auf der Halbinsel Troia, das sind ca. 120km. Darum fahren wir vor dem Frühstück schon die erste Etappe. Wir haben einen neuen Plan für das Frühstücken im Zebrant: Weil alle Orte und Städte, die im Reiseführer erwähnt werden, zu voll und zu touristisch für uns sind, darum fahren jetzt absichtlich in eine Bucht, die nicht im Reiseführer erwähnt ist. Bingo! Und wie immer ist das Frühstück ala Tina besser als in jedem Hotel.




So nebenbei am Weg nach Comporta auf der Halbinsel Troia










Von hier aus soll es eine Fähre nach Setubal geben. Und angeblich sieht man von dieser Fähre auch Delphine (so war die Info von unserm Wirt in Alvor beim Aerodromo). Der geplante Schlafplatz ist am Fluss. Beim Essen gehen vorher rät uns der Wirt, drinnen zu essen, wegen „Moskitos outside!!. Aus diesem Grund verlegen wir unseren Schlafplatz an einen Strand am Meer. Der Parkplatz ist für Wohnmobile gesperrt, und draußen zu steil zum Schlafen. Aber hinter der Schranke ganz schön waagrecht und da steht auch eine Stranddusche. Gegen das Licht am Parkplatz helfen unsere Verdunkelungsvorhänge und gegen die wenigen Insekten unser Moskitonetz. Erst waren wir hungrig und danach müde, drum gibts von diesem Abend keine Fotos 😉
Heute Morgen sind wir da dann wachgeworden. Es gibt zwei Überraschungen: Die Schranken sind zu, merkt Tina als erstes. Egal, wir wollen erst mal ans Meer zum Baden. Und da kommt die 2. Überraschung: Ich kann den Zebrant nicht absperren. Oki wahrscheinlich wieder mal eine Türe nicht ganz zu, wie schon oft. Drum lauf ich um den Zebrant rum. Rücklicht brennt?? ähm, das war vorher doch aus. Also einsteigen und ausschalten. ??Am Armaturenbrett brennen alle Lichter, so als wäre die Zündung eingeschaltet?? Ich hab den Zündschlüssel aber in meiner Hand. Sehr kryptisch, also Zündschlüssel rein und alles geht aus… Nicht nachdenken! Ab zum Meer zum Baden und dann ab unter die Dusche.


Unser Moskitonetz in der Morgensonne sicht aus wie Nebelschwaden… und der Praja da Comporta ist um 9:30 moch ziemlich leer.
Ach ja, die Ausfahrtsschranke öffnet sich ganz automatisch, wenn man mit dem Auto nahekommt. Life is so easy…
Die Fähre über den Sado ist auch bald gefunden, Delphine gibts nicht, dafür bald einen schöner Platz zum Frühstücken.


Bisher hat uns der Strom von unseren Solarpanels immer leicht gereicht. Wir haben noch nie an einem Campingplatz angesteckt. Wenn das mal nimme so ist, dann hilft Putzen ganz bestimmt. Der Blick von oben auf den Zebrant zeigt das deutlich 🙁
Beim Suchen nach einem schönen Platz fürs Frühstück gibts so nette Kleinigkeiten gratis:
Liebesverkehrszeichen, und12 Stöckige Hochhäuser für Störche


Die Bar 1 gibts dann am 2. Fährhafen. Mit Blick über den Fluss auf die Lissabon. Unser Plan mit der Fähre über den Tejo zu fahren geht nicht. Am ersten Fährhafen werden nur Fußgänger mitgenommen, und am 2. Hafen ist ein Schild: Max, Höhe 2,4m! Der Zebrant hat aber eine Höhe von 260cm. Hier Gibts große Schiffe, aber eben nur kleine Fähren.

Der Frühstücks-Entschluss dort: Lissabon anschauen ist zu stressig! Das machen wir irgendwann bei einer extra Städtereise. Jetzt gehts über die Brücke durch Lissabon. Ein bisschen wie Golden Gate in San Francisco und wie der Christus in Rio de Janeiro







Das Viaduckt über der Stadt ist echt beeindruckend und in einen makellosen Zustand. Das sieht aus als würde es noch benutzt.

Wir wollen wir den Palacio Nacional de Sintra anschauen. Das soll wie ein modernes „Schloss Neuschwanstein“ sein. Wir fahren über enge Bergstraßen durch viele Touristenorte, können da aber keinen Parkplatz finden bzw. keinen Weg dorthin. Planänderung:



Was Kleines essen und einen Drink in Bar 2 in Colares und danach einen Schlafplatz am Meer finden. Abstand von Bar 2 und Meer sind ja nur 5 km. So, und da ist jetzt dieser Text entstanden. Ende!!!
PS: Die Wolken waren schneller, es hat keinen Sunset über dem Meer gegeben, und drum auch keinen Sundowner in der Bar.


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Ein Kommentar zu „Samstag Abend, 18:30 (jetzt)“
Ihr seid ja ganz schön nordwärts gekommen, statt Mittelmeer jetzt Atlantik. Weiter viele angenehme Überraschungen. In Cabo de San Vincente waren wir auch, dann Lissabon und Nazare mit Seilbahn, die beide Ortsteile verbindet und noch Fatima, von da gings wieder zurück an die Algarve. Alles Gute und liebe Grüsse.