Mare – Monte – Mare – Monte – Mare

Mare – Monte – Mare – Monte – Mare

Soll ja nicht eintönig werden, unsere Reise 🙂 Doch das ist bei uns eh sehr unwahrscheinlich :-))

Vom Campingplatz haben wir als Erinnerung noch einige Mückenstiche im Gepäck – die Staunzen oder Gelsen waren dort sehr aktiv. Nach einem kleinen Einkaufs-Stopp gehts mit ausgiebigem Brunch samt Siesta vor Peschici am diesigen flachen Meer weiter.

Danach fahren wir durch bis Monte Sant’Angelo, viele Serpentinen hinauf. Steil und eng sind auch oben so manche Straßen, doch bevor Franz wieder umdreht, finde ich einen großen Bus- und überhaupt-Parkplatz. Also machen wir die Ortschaft etwas unsicher, in der der Heilige Michael einst erschienen sein soll und in den Andenken-Läden in allen Größen verkauft wird. Tatsächlich kommen wir abends ganz zufällig zur Kirche San Michele und erleben das Gottesdienst-Ende 89 Stufen tiefer. In der Grotte ist die Akustik ganz wunderbar. Eine Zucchiniblüten-Quiche genießen wir zum hiesigen Weißwein auf einer Dachterrasse mit herrlichem Glockengeläut. Zu sehen ist außer ein paar Lichtern ja nichts mehr, zu früh geht die Sonne nun schon unter.

Am Vormittag genießen wir die tolle Aussicht ins Tal, flanieren wir noch etwas umher, also treppauf, treppab, von touristischen Fleckchen zu ganz normaler Stadt und immer wieder ist auch Kunst zu entdecken. Endlich finden wir auch mal wieder einen Geldautomat, die waren schon Mangelware. Im Gegensatz zu den Kirchen, da gibt es hier 17 an der Zahl. Doch nur noch Maria Maggiore besuchen wir. Schön ist es hier (trotz anfänglicher Annäherungsschwierigkeiten) und zudem angenehm bewölkt.

Wir verlassen den Berg und die Halbinsel Gargano südostwärts. Viele Lagunen, Flamingos und Salzberge sehen wir und erinnern uns an die Camargue, Spanien und Portugal… So richtig siesta-geeignet ist die Gegend tatsächlich nicht – ein Versuch in einem Weinberg scheitert fliegentechnisch. Auch das zweite Frühstück zuvor irgendwo im Nirgendwo machte deshalb keinen Spaß.

Also gehts wieder höher – Castel del Monte ist unser nächstes Ziel. Gegen 18 Uhr kommen wir dort an, da hat die „steinerne Krone Apuliens“ schon geschlossen und auch die Wirtschaft oben auf dem Berg. Doch ein Spaziergang und ein erster Eindruck sind auch so möglich. Dieses Achteck ist perfekt und faszinierend, von Friedrich II. angelegt, doch nie bewohnt.

Wir bleiben hier oben auch nicht wohnen, denn schon die Zufahrt ist verboten. Doch an der Straße gibt es einen offenen Parkplatz, der zu einer Kirche gehört – gut beleuchtet, doch sehr einsam. Die Insekten sind halbnervig, wir kochen+essen Kartoffel-Bohnen-Salami-Eintopf mit Salat 🙂 und spielen noch eine Runde Kniffel… Der nächtliche Regen ist herrlich – die Zeitung verrät uns anderntags, dass das in (fast) ganz Italien so ist…

Der nächste Tag ist wieder vom Kühlschrank-Defekt bestimmt, eigentlich ist es mehr die Batterie, die nicht richtig lädt. Wir lassen den Castel del Monte auf dem Berg oben und machen uns auf den Weg zurück zur Zivilisation. In Corato finden wir erst eine Quelle bei der Kirche „Oasi di Nazareth“, wo wir gleich unseren Wasservorrat auffüllen, dann eine Bar für einen Kaffee und mit einem Parkplatz, um MacGyver mal die Lage checken zu lassen. Also – wir brauchen eine neue Sicherung, heute mal bei einem Autohändler.

In Trani sind wir dann ein paar Stunden wieder mal „normale“ Touristen. Wir schauen uns den Dom von außen an (weil noch zu), flanieren am Hafen entlang, kehren bei einer Eisdiele ein und treffen auf dem Rückweg sehr lustige Menschen: ein älteres Paar wohnt hier in Trani, hat zuvor gaaaanz lange in Australien gelebt und kennt sich aus Bayern – er spricht relativ gut, sie sehr gut Bairisch. Wenn er mit uns wieder Englisch spricht, schimpft sie ihn, dass er doch Deutsch reden soll. Er sagt dann nur kurz „Shut up!“ – herrlich, diese Zufallsbegegnungen. Als wir vorm Zebrant an der Kaimauer ein Mini-Picknick machen, spricht uns ein zweiter Mann aus Trani auf Deutsch an – er wohnt jetzt in Hagen und war neugierig, was unser Kennzeichen ED bedeutet… Mittlerweile hat die Kathedrale auf, doch die Schwüle samt Baustelle treibt uns bald wieder hinaus und gleich gegenüber ins Schreibmaschinen-Museum. Nie gehört und sehr interessant…Die Präsident ist von 1974 (!!) und hat arabische Schriftzeichen. Es gab auch welche mit hebräischen, kyrillischen, japanischen,… Zeichen. Und die kleine Bennett wär was für den Zebrant 🙂

In Molfetta bekommen wir bei einem Ford-Händler beim zweiten Anlauf auch die gewünschte Sicherung. Erst wollte der Lagerist sie nicht rausrücken, weil wir ja zum Fiat-Händler gehen sollen. Doch schließlich: Sicherung geschenkt und eingebaut und alles gut (also erstmal wieder…)

Ein Gedanke zu „Mare – Monte – Mare – Monte – Mare

  1. Hallo Robert,
    Danke fürs schubsen!
    Ich hab das schon lange vor, unsere Route in den Blog zu integrieren. Aber das ist nicht ganz so einfach wie gehofft.
    Als Navi nutzen wir ein Samsung-Tablet mit der App: „OsmAnd+“ Das Navi läuft ofline, ist kostenfrei und hat viele praktische Optionen. Das ist echt toll!
    Das kann eben auch die gefahrene Tour mitschreiben. Auch als Rekorder, wenn kein Navigationsziel angegeben ist. Diese Tour wird intern als *.gpx Datei gespeichert. Das schwiewrige war jetzt nur, diese Datei vom Tablet zum Laptop zu kopieren und und von hier das ganze darstellbar in die Homepage zu bekommen.
    So wie es jetzt ist, das sieht doch schon ganz schön aus.
    Ganz glücklich bin ich erst, wenn jeder diese Karte auch zoomen kann. Also aktiv nutzen, nicht nur wie ein Bild.
    Ich werde jetzt nach uind nach unsere Tagesetappen mit dieser kartendarstellung ergänzen.

    Alles klar.. viel Spass beim lesen.
    Franz mit Tina

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