Mittwoch 4.10 von Massafra nach Metaponto 117km

Mittwoch 4.10 von Massafra nach Metaponto 117km

Aufwachen und Sporteln. In Italien sind wie in Portugal in vielen Städten Fitnessgeräte auf Grünflächen platziert. Und solche sind jetzt direkt neben unserem Schlafplatz. Die Stadt Massafra wird durch eine Schlucht in zwei Hälften geteilt. Alt- und Neustadt sind durch einige gemauerte Bogenbrücken verbunden. Das ist heute unser erstes Ziel: Kaffeetrinken, Spazierengehen und vielleicht Shoppen.

Auf dem Weg ins Innenland finden wir den schönsten Autobahn-Rastplatz von Italien. Ruhig, schattig durch große Bäume und ganz sauber. Vielleicht liegt es daran, dass es hier nix zum Kaufen gibt. Unser Brunch wird von Jagd – Flugzeugen beobachtet. Die donnern in niedriger Höhe über uns hinweg. Hab das schon lange nimmer gehört. Das war eine Erinnerung wie das früher auch zuhause in der Erdinger Gegend war. Matera erreichen wir mittags.

Dort wurde früher in Höhlen gewohnt. Die Stadt liegt an einem steilen Hang aus Tuffstein. Weil der weich ist, wurden dort einfach Wohnhöhlen gegraben. Drin war es angenehm kühl bei dem heißen Klima hier. Aber auch eng und steil und übereinander. Das Ganze war ein Labyrinth aus Wegen und Treppen. Auf der Höhe wo der Untere sein Vordach über seinen Höhleneingang gemacht hat, war der Eingang vom „Mieter“ über ihm.

Das war früher. Anfang des 20. Jahrhunderts ist das alles verkommen und war dann unbewohnt. In den 50er Jahren wurde das dann langsam für den Tourismus wieder zugänglich gemacht.

Ich war vor 35 Jahren schon mal hier. Da gab es oberhalb eine Neustadt, und das Höhlenviertel unterhalb war zu Fuß zum Anschauen zu erkunden. War irre spannend.

Jetzt ist dieser „untere Höhlen-Stadtteil“ touristisch voll erschlossen. Hier reihen sich Bars, Restaurants, Kunsthandwerk und Hotels aneinander. Jetzt gehen da auch einige sterile enge Straßen durch. Ich bin erschreckt, wie schnell man alles kaputtmachen kann. Immerhin finden wir oben in der Neustadt was Hübsches zum Einkaufen.

Zum Schlafen wollen wir wieder ans Meer. In Lido di Metaponto finden wir einen Parkplatz direkt am Badestrand, das einzige Lokal, das auch in dieser Jahreszeit noch offen hat und zwei VW-Bus – Reisepärchen, die da auch sitzen.

Der Abend zu sechst mit Rosmarie und Gerhard aus Kuchl bei Salzburg und mit Angelika und Basti aus Bernau am Chiemsee dauert bei Weißwein wieder ein wenig länger. Schee wars!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert