Vamos Andalucia!

Vamos Andalucia!

Granada – Alhambra – La Zubia

Weil Ziele auch wichtig sind… grad wenn die Zeit unendlich scheint… und ebenso die Fülle der andalusischen Sehenswürdigkeiten… planen wir in Beniel mal so grob 🙂 und machen uns auf den Weg nach Granada – gen Westen also. Bei der Fahrt durch diverse Sierras genießen wir die wunderbare, herrliche, zum Teil atemberaubende Landschaft erst bei Sonne, dann bei Wolken und auch bei Regen mit kleinen Zwischenstopps in Lorca und Cullar. Wir stellen fest, dass wir wieder in Spanien sind – es gibt Tapas zum Bier 🙂 Oliven oder Tortillas oder oder oder. In Italien gibt es zu den Drinks ja auch meistens Chips oder Oliven, manchmal sogar mit Käse und Wurst, doch in Frankreich war das anders.

Rund um Granada sind ein paar Campingplätze, von wo aus man mit dem Bus gut in die Stadt fahren kann. Wir suchen uns Camping Reina Isabel in La Zubia aus – doch dort ist erstmal alles ausgebucht 🙁 Egal, wir reservieren gleich für den nächsten Tag und stellen uns 200 Meter weg auf einen Parkplatz mit schönem Blick nach Granada. Mittlerweile regnet es so richtig und Franz ist sowieso noch krank und liegt die meiste Zeit im Bett. La Zubia ist eine nette kleine Ortschaft mit Geschäften, Lokalen (wo wir Auberginen-Fritten mit Honig probieren), einem kleinen Park, einer Kirche und viel Natur ringsherum. Hier lässt es sich gut aushalten, spazieren und einkaufen.

Erstmal genießen wir nämlich zwei Tage das Nichtstun am Campingplatz mit einem tollem kleinen Pool (20 Grad Wassertemperatur ist ok), bisschen Alltag (Wäschewaschen, Holzoberflächen ölen) und mit viel Ratschen mit den diversen Nachbarn. Richard und Liz aus Kempten machen eine Spanien-Revival-Tour machen und geben uns viele Insider-Tipps für Andalusien. Sie sind extra zur Feria gekommen, dem großen Fest Granadas rund um Fronleichnam. Wir merken, dass es Freiheit bedeutet, nicht überall dabei sein zu müssen! Das fühlt sich sehr gut an! Das Wetter ist vormittags immer richtig sonnig-warm und pünktlich nach Mittag ziehen Wolken auf, so dass man abends schon auch einen Pulli vertragen kann (im Frühsommer in Südspanien…) Von Wayne und Diby aus Neuseeland bekommen wir so einige Tipps für Portugal 🙂 Außerdem sind noch Münchner, Cuxhavener, Friedrichshafener, Innsbrucker, ein paar Schweizer und viiiiiele Holländer hier. Viele Paare sind so 6 – 10 Wochen unterwegs und die Weitergereisten schon auch mal 5 Monate. Achja und die spanische Chefin spricht Bairisch, weil sie mal in Passau gelebt hat. Der Platz ist klein und gemütlich, mit tollen Waschräumen und die Bushaltestelle ist grad gegenüber an der Straße – also seehr zu empfehlen!

Wir fahren nämlich tatsächlich auch mal nach Granada, wo wir schon mal da sind 🙂 (Online bestellen wir unsere Tickets für die Besichtigung der Alhambra drei Tage vorher – geht sehr easy) Einmal umsteigen in den nächsten Bus, an den Parkplätzen vorbei spazieren, das Online-Ticket gegen ein reales umtauschen und schon sind wir drin. Wichtig ist, den Personalausweis dabeizuhaben, denn es wird künftig der Ausweis gescannt und nicht das Ticket… So sehe ich auch die US-amerikanischen Reisepässe einer Familie und wir haben einen netten Ratsch beim Anstellen. Für die Nasriden-Paläste gibt es eine Einlass-Zeit, doch ab da ist alles ganz gemütlich in unserem Tempo erkundbar. So lassen wir die Touri-Gruppen schnell an uns vorbeiziehen und auch die Schulklassen schwirren vorüber. Das Schuljahr nähert sich dem Ende und alle sind unterwegs. Hier nicht zur Befreiungshalle, an den Chiemsee oder nach Neuschwanstein, sondern zur Alhambra 🙂

Wir genießen die herrliche Architektur, die wundervollen schönen Gärten mit viel Wasser und die Ausblicke. Löwenhof, Myrtenhof, Generalife, Alcazaba – und dann das herrliche Wetter – gefühlt der erste Tag seit langem, an dem es den ganzen Tag sonnig ist! Zur Heimfahrt nach ca. fünf Stunden!! kommen unsere Busse jeweils just in time – perfekt! Eine Fahrt kostet übrigens 1,40€ – 1,55€/Person. Und daheim freuen wir uns auf Siesta und Pool und Nachgenießen!

Weils so schön war… noch ein paar Bilder 🙂

Auch frühabends zieht es uns mal in die Stadt – Richtung Albaicin. Von San Nicolas haben wir (mit vielen vielen anderen Touristen) einen herrlichen Blick auf die Alhambra und auf Granada – diesmal wieder mit Wolken 🙂 Die Kathedrale lassen wir auch nachts auf uns wirken und genießen noch das Nachtleben, bevor es mit dem Taxi heimwärts geht – die Busse fahren nicht so lange…

Wir stellen fest, dass uns die Stadt dann auch schon wieder genügt und erkunden die Höhlenwohnungen von Sacromonte am nächsten Tag lieber mit dem Zebrant bzw. zu Fuß – grad bei einer Regenpause. Seit Mitternacht regnet es nämlich ununterbrochen. Es ist beeindruckend, zu erleben, wie einfach die Menschen hier leben. Einige sehen wir auch auf dem Weg – schon mühsam… Einen kurzen Zwischenstopp machen wir noch beim Campingshop und erwerben (endlich) wieder ein Warnschild für unsere Räder – bei strömendem Regen. Ein Spanier erklärte uns, dass das wohl der Regen sei, der im April nicht gekommen sei… Wir finden das Wetter tatsächlich (meistens) total in Ordnung, denn bei unserer Reisezeit ist auch Regen mal schön. Andere Urlauber jammern dagegen schon übers Wetter….

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