27.7. – Ein französischer Reisetag der Dankbarkeit

27.7. – Ein französischer Reisetag der Dankbarkeit

von Verdun über Laon nach Calais

Nachdem wir gestern in Frankreich nur Landstraße gefahren sind, geben wir heute insgesamt etwa 50 € für Maut aus. Auf einem kleinen Rastplatz genehmigen wir uns ein ausgiebiges Frühstück mit viel „Fernsehen“ mit den Mitreisenden. Viel Natur ist ansonsten zu sehen.

Danach tauchen wir in die Geschichte des 1. Weltkriegs auf den Schlachtfeldern von Verdun ein. Wir sehen einen großen Friedhof mit unzähligen Soldatengräbern und ein riesiges Beinhaus. Es ist schon sehr bedrückend. Auch das zerstörte Dorf Fleury entdecken wir, und dass hier unter der Linde auch der Schlacht von Hohenlinden von 1800 gedacht wird. Da haben wir seit zwei Tagen ja einen Erinnerungstrank… Dankbar für den Frieden, den wir erleben dürfen, gehts weiter.

In einer kleinen Bar in Varennes-en-Argonne genießen wir dann wieder das Leben mit den Einheimischen. Nach dem Tanken gehts dann weiter Richtung Norden. Laon wird von uns als Abendessen – Station erkoren. Wir vergleichen die Altstadt am Hügel mit San Marino. Der Blick ist unendlich weit und die Kathedrale schlicht, schön und groß. Ich genehmige mir eine hieisige Spezialität. Picardische Flamiche mit Salat (= Brioche mit Käse gefüllt).

Irgendwann kurz vor Calais stelle ich fest, dass ich die Fähre falsch gebucht habe. Ich habe Calais und Dover verwechselt und so würden wir morgen um 6.15 Uhr von Dover losfahren. Doch wir finden nette Mitarbeiterinnen der P&O und können nur mit 30 € Aufschlag beide Fahrten umbuchen. Los gehts dann schon um 1.40 Uhr und wir stellen uns mit dem Zebrant in Line 1030 an. Und wieder sind wir dankbar, dass alles so unkompliziert geht.

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