Les Gorges du Verdon

Les Gorges du Verdon

ist unser nächstes Ziel. Doch erst einmal fahren wir noch die empfohlenen Parkplatz-Tipps an, denn Grasse ist uns schon wieder zu groß.

Lac de St-Cassien – dort finden wir eine Strandbar, einen Badeplatz und einen Siestaplatz – bei bewölktem Wetter ist es nachmittags sehr in Ordnung hier!

Fayence – wieder so eine alte Stadt am Berg mit vielen engen Gassen und sehr schönem Ausblick. Beim Kirchenwirt spielen drei Jungs Fußball und zwei coole ältere Jungs machen Roller-Tricks (recht viel mehr waagrechte Fläche gibt es hier auch nicht).

Dann fahren wir durchs Nirgendwo – kein Verkehr und auch kein Platz neben der Straße. Auch Ortschaften gibts nicht. Irgendwann abends erreichen wir wieder eine Hauptstraße und suchen uns Caille als Übernachtungsort aus. Hier gibt es am Ortsende einen „Pferch“ für Wohnmobile und sonst nix, nur ein paar Esel und hohe Berge rundum. Außerdem regnet es noch so richtig. Bei unserem Abendspaziergang mit Regenschirm vermutet Franz, dass hier ein totes Dorf ist.

Caille am Abend
Caille am Morgen

Doch am nächsten Morgen stellen wir fest, dass es beim Brot-Depot auch noch Kaffee gibt und sich da die Leute treffen. Und ein Proxi-Markt ist auch noch da. Wir sind begeistert – und so eine Ortschaft gefällt uns gleich besser als was Großes 🙂 Und das Wetter ist wieder sonnig 🙂

Dann gehts endlich ab nach Castellane, das östliche Tor zur Schlucht von Verdon. Dort ist grad Markt und wir decken uns mit Gewürzen, Käse, Wurst, Erdbeeren und Oliven ein. Franz entdeckt auch noch ein Grillhendl samt Kartoffeln für unser zweites Frühstück. Das genießen wir am Flussbett – soo gut! Weiter gehts die enge Straße am Verdon entlang zu einem Aussichtspunkt – wo wir in die Schlucht runtersteigen und etwas entlang wandern. Als dann Tunnel kommen, kehren wir bald wieder um – die Taschenlampe ist nicht dabei, nur das Handylicht.

Wir finden einen kommunalen Campingplatz für 12,35 € auf einer herrlichen Wiese neben dem Fluss. Von da aus starte ich noch eine kleine Radltour – abends ist nicht mehr so viel los auf der Straße. Mit Pia und Marius aus Freiburg genießen wir noch einen (fast) lauen Frühsommerabend mit Wein und Chips vorm Zebrant.

Von ihnen bekommen wir auch den Tipp, die Route des Cretes von Palud-sur-Verdon aus zu fahren. Dort gibt es ganz viele Aussichtspunkte, wo wir die herrlichen Ausblicke genießen können. Mit einem netten Pärchen aus der Steiermark treffen wir immer wieder zusammen. Dort bestaunen wir auch die waghalsigen Kletterer und die Adler oder Falken (Pia und Marius hatten uns was von Geiern erzählt :-)) Franz lässt mich großzügigerweise den ganzen Tag fahren, denn er hat nicht soviel Spaß mit der Höhe 🙂 Ich find es genial!! Das Wetter ist auch noch sonnig/bewölkt, also perfekt. Nach der höchsten Stelle (1285 m) halten wir mal zum Brotzeit-Machen an – so viele Berge machen hungrig.

Die Schlucht von Verdon beschließen wir in Moustiers-Ste-Marie, dem westlichen Tor zur Schlucht. Dort gibt es einen Parkplatz außerhalb der Stadt und viel Tourismus drinnen mit vielen kleinen Läden und Lokalen. Das Lavendel-Eis ist besser als das Veilchen-Eis 🙂 Es gibt eine alte Kirche mit sphärischer Musik und eine Kapelle oben auf dem Berg, wo ein Stern drüber steht/schwebt.

Auf dem Weg zur wohlverdienten Siesta in Ste-Croix-de-Verdon am Lac du Ste-Croix treffen wir am Aussichtspunkt ein Paar aus Münster. Inhalt unserer Unterhaltung ist der Tatort :-)) Der Stausee ist grad 6m tiefer als voll – die Bojen liegen am Strand und die Stufen hören in der Luft auf. Wir treffen noch ein nettes Paar aus den Niederlanden – auf dem Weg zum Giro d’Italia. Er will da zwei Etappen fahren… also nachfahren oder so! Doch erstmal bewundern sie den Zebrant 🙂

Die Gorges du Verdon haben wir von Sabine und Maria empfohlen bekommen und für Nicht-Höhenängstliche ist sie durchaus erlebenswert :-)) Die Natur ist einmalig und grandios und man lernt viele nette Menschen kennen!

Ein Gedanke zu „Les Gorges du Verdon

  1. Hallo ihr zwei, das schaut ja nach mächtig viel Spaß aus.
    Da wünsche ich euch doch weiterhin tolle Erlebnisse und bereichernde Begegnungen.
    Schade dass ihr beim Familientreffen nicht dabei seid – aber dann halt nächstes Jahr 🙂 Herzliche Grüße Evi

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