Porto – man gönnt sich ja sonst nix :-)
Nach reiflicher Überlegung und aus beiderseits freiem Entschluss machen wir uns auf den Weg nach Porto – doch langsam… Wir wollen ja noch (vorläufigen) Abschied vom Atlantik nehmen. Das machen uns Furadouros Wellen auch ganz leicht. Sehr sehr beeindruckend ist dieses Naturschauspiel, doch zum Baden definitiv nichts. Dafür genießen wir noch die hiesigen Spezialitäten Francesinha und Pica-Pau. Gegenüber gibts einen neuen Bikini für mich und einen sehr netten Ratsch mit der Inhaberin Elena und ihrem englischem Mann, der sogar ein wenig Deutsch auspackt. Die nächste deutsche Überraschung wartet in einer kleinen Bar in Cortegaca, wo wir Pause machen. Die Wirtin ist in der Nähe von Stuttgart geboren und freut sich, mit uns Deutsch zu sprechen – das geht besser als Englisch.
So, nun hält uns nichts mehr auf – wir erobern Porto. Doch wohin mit dem Zebrant?? Groß und Stadt und steil und voll… Auf der Parkplatzsuche im südlichen Vila Nova de Gaia landen wir erst in einer Sackgasse und dann bei der Weinkellerei Cockburns. Wir buchen gleich für den nächsten Tag eine Führung samt Weinprobe und genießen im Weingarten einen ersten Portwein. Der Weintrinker von uns zwei ist erstmal nicht so begeistert…
Achja, ein Parkplatz/Schlafplatz ist immer noch nicht gefunden. Also überqueren wir den Douro und fahren optimistisch am Flussufer entlang. Und tataa: Die Haltestellen der Hop on – Hop off – Busse sind von 20 bis 8 Uhr eine kostenlose Parkmöglichkeit und zentraler gehts fast nicht – vielleicht etwas ruhiger und dunkler, doch das hatten wir ja die Nacht vorher im Wald 🙂







Bis zum nächsten Nachmittag erkunden wir nun die zweitgrößte Stadt Portugals und sind rundum begeistert. Die Gusseisenbrücke Dom Luis I. von 1866 erinnert an den Eiffelturm, nachts gehen wir unten von Ribeira nach Vila Nova de Gaia und tagsüber ich oben 🙂 Franz wartet lieber im Cafe. Die Ausblicke sind faszinierend, ebenso das Leben hier. Straßenmusikanten, Hausfassaden, Kirchen, die engen steilen Gassen in Ribeira, die vielen Boote, die Weinkeller, die abends beleuchtet sind. Besonders beeindruckend ist auch der Bahnhof Sao Bente mitten in der Stadt. Und es gibt natürlich auch Ecken, die nicht so „schön“ sind und trotzdem hierher gehören.















Das Flair erinnert uns an Passau und die steilen Gassen an Granadas Albayzin. Viel gute Laune ist spürbar und Platz für alle. Nur an den vielen Menschen und an den Preisen erkennen wir, dass wir grad wieder Touristen sind. Hier begegnen uns auch Jugendgruppen aus Brasilien und Mexiko, die singend durch Porto ziehen. Sie haben sich wohl mal für einen Tag aus Lissabon abgeseilt und bringen viel gute Laune mit.

Den Zebrant parken wir ganz brav am frühen Morgen auf einen regulären zentralen Parkplatz. Für etwa 8 Stunden bezahlen wir € 9,90. Das ist voll in Ordnung, haben wir hier doch auch eine tolle Aussicht und genug Schatten für eine erholsame Siesta vor der Weinprobe. Denn anstrengend ist so eine Stadt schon 🙂




Unser Guide Michael (aus Georgien) gibt uns einen interessanten Einblick in die Portwein-Welt. Der Lagerbestand der Familie Symington ist beeindruckend samt auch noch existierender Küferei und das Tasting am Ende auch. Überraschenderweise kaufen wir einen Fine White und einen LBV (Lated Bottled Vintage) – mal schauen, ob die bis zum nächsten Schafkopf-Abend im Herbst halten… Nun gehts auf ins Douro – Tal. Neun Monate Winter und drei Monate Hölle – so soll das Wetter hier sein, sagt Michael. Und wir sind grad nicht in der Winter-Zeit :-))











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